Usbekistan stellt sein IT-Ökosystem auf dem MWC in Spanien vor und baut die internationale Zusammenarbeit aus.

Usbekistan stellt sein IT-Ökosystem auf dem MWC in Spanien vor und baut die internationale Zusammenarbeit aus.

10. März 2026
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IT Park
Uzbekistan
Technology

Eine usbekische Delegation unter der Leitung des Ministers für digitale Technologien, Sherzod Shermatov, und Vertretern des IT Park Uzbekistan unter der Leitung des Ersten Stellvertretenden Geschäftsführers Jakhongir Rajabov, nahm am Mobile World Congress (MWC) in Spanien teil.

Der Mobile World Congress ist eine der größten globalen Technologieveranstaltungen, auf der führende Unternehmen aus den Bereichen Telekommunikation, digitale Innovation, Start-ups, Investitionen und digitale Transformation des öffentlichen Sektors zusammenkommen. Diese Plattform dient als globaler Treffpunkt für die Förderung internationaler technologischer Partnerschaften.

Auf dem Forum präsentierte die usbekische Delegation das IT-Ökosystem des Landes und sein Investitionspotenzial, indem sie Start-ups, ansässige Unternehmen und GovTech-Lösungen vorstellte. Usbekische Technologieunternehmen präsentierten dem internationalen Publikum ihre Produkte und führten eine Reihe von Geschäftsgesprächen mit Vertretern internationaler Technologieunternehmen, Investmentfonds und europäischer Innovationsökosysteme. Die Gespräche drehten sich vor allem um die Entwicklung gemeinsamer Projekte, die Anwerbung von Investitionen, die Initiierung von Softlanding-Programmen und die Verbesserung der Möglichkeiten für usbekische Start-ups, in internationale Märkte einzudringen.

Sechs Unternehmen waren im usbekischen Pavillon vertreten: Uzinfocom, Geomotive, Moneff, A-One Project, Vades Group und Mirasoft. Sie zeigten Lösungen in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien, digitale B2B-Plattformen, Fintech, Automatisierung von Geschäftsprozessen, cloudbasierte ERP-Systeme und SIM-Karten-Herstellung, die auf die regionalen Märkte zugeschnitten sind.

Während des Besuchs fanden Gespräche mit Vertretern von Amazon Web Services (AWS), dem weltweit größten Anbieter von Cloud-Technologie, statt. Die Parteien berieten über die Entwicklung der AWS-Infrastruktur in Usbekistan, einschließlich der möglichen Umsetzung des AWS-Outposts-Modells und der Durchführbarkeit der Gründung einer juristischen Person für das Unternehmen in dem Land.

Die Förderung der Zusammenarbeit im Bereich der künstlichen Intelligenz war ein wichtiges Thema der Diskussion. Die Parteien konzentrierten sich auf die Unterstützung nationaler Initiativen zur Entwicklung großer Sprachmodelle (LLM), die Verbesserung des Rechtsrahmens und den Einsatz von KI-Lösungen. Sie erörterten auch die Integration usbekischer Startups in das AWS Activate-Programm und das globale Ökosystem des Unternehmens sowie die Aussichten auf die Einrichtung eines Rechenzentrums in Karakalpakstan.

Darüber hinaus fand ein Treffen mit Vertretern von ICEX statt, Spaniens staatlicher Organisation zur Förderung des internationalen Handels.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Aussichten Usbekistans als Softlanding-Destination für spanische Technologieunternehmen. Die beteiligten Parteien untersuchten bilaterale Unterstützungsinitiativen, darunter staatliche Anreize, Beschleunigungsinstrumente und Strategien zur Förderung usbekischer Start-ups auf dem spanischen und anderen europäischen Märkten.

Darüber hinaus führte die Delegation Gespräche mit Vertretern des Innovationsökosystems von Bizkaia, einer der führenden Technologieregionen Spaniens, in der Industrie 4.

Die Teilnehmer berieten über die Beteiligung usbekischer Start-ups am BAT B Accelerator-Programm und die Organisation gemeinsamer Sitzungen zur Vorbereitung von IT-Unternehmen auf den Eintritt in den europäischen Markt.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Zusammenarbeit mit Red.es gelegt, einer Agentur, die dem spanischen Ministerium für digitale Transformation angegliedert ist. In den Gesprächen ging es um Möglichkeiten zur Förderung usbekischer GovTech-Lösungen auf dem spanischen und dem europäischen Markt sowie um Fragen der Zertifizierung und Lokalisierung digitaler Produkte, die Initiierung von Pilotprojekten und Softlanding-Programme. Die mögliche Beteiligung von Red.es-Vertretern an der für Mai in Samarkand geplanten GSMA Samarkand-Technologieveranstaltung war ebenfalls Thema der Gespräche.

Darüber hinaus führte die Delegation eine Reihe von Treffen mit internationalen Unternehmen und Organisationen durch, darunter iScale Group, Infineon Technologies, Provence Promotion, ACCIO, Barcelona Activa und AMETIC. Die Gespräche konzentrierten sich auf die Vorbereitung usbekischer Start-ups auf internationale Investitionen, die Beteiligung an Beschleunigungs- und Open-Innovation-Programmen, die Förderung der Zusammenarbeit in den Bereichen Halbleiter, künstliche Intelligenz und Rechenzentren sowie die Erleichterung des Eintritts usbekischer IT-Unternehmen in europäische Märkte.

Die Teilnahme Usbekistans am Mobile World Congress und die Treffen, die während des Forums stattfanden, unterstrichen das zunehmende Interesse internationaler Partner am IT-Ökosystem des Landes. Die Verhandlungen mit Technologieunternehmen, Investitionsorganisationen und Vertretern europäischer Innovationsökosysteme trugen dazu bei, internationale Partnerschaften zu stärken, das Potenzial usbekischer IT-Unternehmen hervorzuheben und neue Wege der Zusammenarbeit im Bereich der digitalen Technologien, des Startup-Ökosystems und des Ausbaus der Innovationsinfrastruktur zu identifizieren.